Häufig wird die Freude über den positiven Schwangerschaftstest relativ schnell durch die einsetzende Schwangerschaftsübelkeit getrübt. Vielen Frauen geht es im 1. Trimester dadurch richtig schlecht. Man kennt sie vor allem als Morgenübelkeit, die oft aber nicht nur morgens auftritt, sondern einfach immer präsent ist. Ausgerechnet während der ersten 12 Wochen, in denen Du vielleicht noch niemandem etwas von dem Wunder unter Deinem Herzen erzählen möchtest.

Hier habe ich 12 Tipps und Tricks (inkl. Videoerklärung), die einfach umzusetzen sind und niemandem auffallen, so dass Du ohne Probleme und unnötigen Stress durch die ersten Wochen Deiner Schwangerschaft kommst.

Was ist Schwangerschaftsübelkeit und woher kommt sie?

Die anhaltende Übelkeit macht es Frauen zu Beginn der Schwangerschaft nicht gerade leicht. In der Regel trifft es 80% der Schwangeren. Einige leiden nur unter leichter Übelkeit und Unwohlsein, andere dahingegen werden von den Auswirkungen regelrecht überrollt und lahmgelegt. All das passiert ausgerechnet in den ersten drei Monaten, in denen man vielleicht auch noch niemandem davon erzählen möchte, weil bis dahin das Risiko, dass noch etwas schief gehen könnte, am größten ist. Darüber hinaus möchte man die Schwangerschaft unter Umständen auch am Arbeitsplatz so lange wie möglich geheim halten, um zum richtigen Zeitpunkt dann das Gespräch mit dem Chef unter vier Augen führen zu können.

Ganz genau konnte man bis heute die Auslöser für die Schwangerschaftsübelkeit noch nicht klären. Es liegt jedoch die Vermutung nahe, dass sie durch den Anstieg der Hormone im Blut ausgelöst wird. Das hCG-Hormon, das auch auf dem Schwangerschaftstest gemessen wird und für den Erhalt der Schwangerschaft verantwortlich ist, steigt zu Beginn um ein 40-50 tausendfaches an. Die hohe Konzentration und zeitgleich der Anstieg des Progesterons, sind vermutlich der Auslöser. Progesteron ist ein Gelbkörperhormon, das eine schwangerschaftserhaltende Wirkung hat und an verschiedenen Stellen im Körper wirkt.

Wann tritt die Übelkeit in der Schwangerschaft auf und wie lange hält sie an?

In einer früheren Zeit, als die Schwangerschaftstest noch nicht so früh einsatzfähig waren und auch deutlich weniger Zuverlässigkeit zeigten, war häufig die einsetzende Übelkeit ein erstes Zeichen für eine Schwangerschaft. Heute sind die Tests so sensitiv, dass bereits vor der erwarteten Regelblutung ein Anstieg des hCG-Hormons nachgewiesen werden kann. Seitdem wird die Übelkeit eher als lästiges Übel gesehen und ruft nicht unbedingt Begeisterung bei den Schwangeren hervor.

Besonders in der Frühschwangerschaft kommt es bevorzugt am Morgen, direkt nach dem Aufwachen schon zu Unwohlsein oder dem ersten Erbrechen. Besonders unangenehm spüren die meisten Frauen die Symptome zwischen der 6. und 12. Schwangerschaftswoche. Bis spätestens in der 14. Schwangerschaftswoche bemerken die wenigsten noch irgendwelche Auswirkungen davon. Daher sehnen sich die Schwangeren auch häufig nach dem Start des 2. Trimesters, da sich bis dahin der Körper voll und ganz auf das Baby eingestellt hat. Es gibt auch Frauen, die während der gesamten Dauer der Schwangerschaft unter der Übelkeit leiden, doch das sind Gottseidank wirklich nur sehr wenige.

Die Ausprägung kann über den Tag stark schwanken. Gerade nach dem Aufstehen, wenn der Blutzucker noch nicht stabil ist, kommt es häufiger zu Beschwerden. Bei Reaktionen auf Umgebungsgerüche kann auch über den Tag immer wieder plötzlich ein Übelkeitsgefühl hochkommen. Auch nachts werden gerade in der ersten Zeit viele Frauen durch das Unwohlsein vom Schlafen abgehalten.

Welche Formen der Schwangerschaftsübelkeit gibt es?

In den meisten Fällen leiden Schwangere nur unter Übelkeit und Unwohlsein oder aber auch unter einem gelegentlichen Erbrechen.

Einige Frauen trifft es hingegen leider richtig hart. Sie leiden an einer besonders schweren Form der Schwangerschaftsübelkeit, der sogenannten Hyperemesis gravidarium.

Es handelt sich dabei um eine seltene, aber sehr extreme Form, die ständiges

Erbrechen auslöst. Die betroffenen Frauen können kaum Nahrung und Flüssigkeit bei sich behalten, was zu Wasserverlust und starker Gewichtsabnahme führt.

Hier ist eine ärztliche Überwachung bei einem Gynäkologen, im Extremfall sogar in der Klinik erforderlich.

Warum Übelkeit in der Schwangerschaft ein gutes Zeichen ist

Vielleicht hast Du Dich schon gefragt, für was diese Übelkeit eigentlich gut sein soll und ob man darauf nicht besser verzichten könnte. Gerade an Tagen, die bereits mit morgendlichem Unwohlsein beginnen, ist diese Frage sicherlich berechtigt.

Doch wie alles im Leben hat auch die Übelkeit eine gute Seite, da sie ein Zeichen dafür ist, dass sich Dein Baby gut eingenistet hat und es sich um eine intakte Schwangerschaft handelt. Im Gegenzug heißt es aber nicht, dass die Schwangerschaft gefährdet ist, weil Du nicht unter anhaltender Übelkeit leidest. Gerade das hCG-Hormon und das Progesteron stehen im Verdacht, die Übelkeit auszulösen. Jene Hormone, die für eine intakte Schwangerschaft unerlässlich sind.

Ist die Übelkeit abhängig vom Geschlecht?

Wie bei vielen Themen während der Schwangerschaft stellt man sich auch hier die Frage, ob die Übelkeit bevorzugt bei Mädchen oder Jungs auftritt. Ähnlich wie die Form des Babybauchs finden sich hier immer wieder selbst ernannte Spezialisten, die anhand der Ausprägung der Übelkeit einen Rückschluss auf das Baby ziehen. Tatsächlich gibt es hier keine genauen Anzeichen, welches Geschlecht welche Stärke der Symptome hervorrufen wird.

Was hilft gegen Schwangerschaftsübelkeit – 12 Life Hacks + Video?

Ein Allheilmittel gegen Schwangerschaftsübelkeit gibt es leider nicht. Vielmehr ist eine Linderung der Beschwerden davon abhängig, wie stark die Ausprägung gerade ist, ob die Schwangere auf äußere Einflüsse wie Kochgeruch, Parfum etc. reagiert.

Jede Frau ist unterschiedlich, daher findest Du in meinem Ratgeber zum Thema Schwangerschaftsübelkeit 12 Life Hacks, die sofort Abhilfe schaffen. So überstehst Du gut die ersten Wochen Deiner Schwangerschaft und kannst auch Dein kleines Geheimnis noch eine Weile für Dich behalten.

 

1.) Nie in den Leerlauf schalten

Da das hCG-Hormon im Verdacht steht, die Schwangerschaftsübelkeit auszulösen, müssen wir den Auswirkungen etwas entgegenwirken. Ein leerer Magen ist hier kontraproduktiv und verschlimmert das Unwohlsein und die Übelkeit her noch. Daher solltest du den Blutzuckerspiegel auch konstant halten und den Magen nie ganz leer werden lassen. Am besten ist es, wenn Du über den Tag verteilt viele kleine Portionen

zu Dir nimmst und so auch Deine Verdauung entlastest.

Schon vor dem Aufstehen im Bett solltest Du bereits den ersten Snack zu Dir nehmen.

Anstelle von drei großen Mahlzeiten verteilst Du das Essen nun auf mindestens 6-8

kleine. Als Snacks eignen sich besonders Zwieback, Knäckebrot, Müsli-Riegel, Trockenfrüchte (bspw. Aprikosen), Beeren, Haselnüsse, Mandeln oder auch mal ein Gummibärchen. Achte darauf, immer etwas davon auch in Deiner Handtasche für unterwegs griffbereit dabei zu haben und übe den neuen Rhythmus ein.

 

2.) Was dem Magen bekommt

Auch wenn eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle spiel, hat im Moment das Wohlbefinden von Dir und Deinem Baby absoluten Vorrang. Zusätzlicher Stress kannst Du jetzt auf gar keinen Fall gebrauchen, das würde die Übelkeit unter Umständen sogar noch verschlimmern, da der Körper sehr viel sensibler reagiert, als Du das vielleicht bislang gewohnt warst.

Erlaubt ist für Dich daher, was leicht verträglich ist und im Magen bleibt. Bewährt haben sich dafür vor allem leicht verdauliche, kohlenhydratreiche Lebensmittel. Du kannst sie in Form von Nudeln, Kartoffeln, Brot, Zwieback oder einfach nur einem Butterkeks zu Dir nehmen.

Weniger geeignet sind aktuell fettige, stark gewürzte, blähende, saure oder frittierte

Speisen, genauso wie Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke.

 

3.) Viel trinken bei Schwangerschaftsübelkeit

Dein Körper leistet gerade Großartiges und versorgt zeitgleich 2 Menschen. Allein durch den Anstieg des Blutvolumens um 10% (es werden noch ca. 50%) und den zusätzlichen Flüssigkeitsbedarf zur Versorgung Deines Babys, ist das Trinken extrem wichtig!

Gut geeignet ist hier lauwarmer Früchte- oder Kräutertee, der schluckweise getrunken

wird. Er beruhigt den Magen und sorgt für ein angenehmes Gefühl.

Mein Top-Tipp sind hier die Sorten Melisse und Kamille!

Vorsicht: Teesorten, die viel Süßholzwurzel enthalten, stehen im Verdacht, vorzeitige

Wehen auslösen zu können. Daher sollten davon nur 1-2 Tassen am Tag getrunken

werden. Darüber hinaus kannst Du nach Belieben mit Wasser, dünnen Saftschorlen

und koffeinfreien Getränken Deinen Flüssigkeitsbedarf decken.

Alternativ kannst Du natürlich auch wasserhaltige Früchte (Melone, Trauben) essen, sowie Wassereis oder Eiswürfel lutschen.

 

4.) Plan your day right – was Du als Schwangere wissen solltest

Ab jetzt gilt die Devise: “langsam” ist das neue “schnell”. Stress und Überbelastung

fördern die Übelkeit direkt. Daher nimm Dir über den Tag verteilt Zeit für Dich.

Ob Du vor dem Aufstehen am Morgen direkt im Bett zuerst noch einen kleinen Snack

zu Dir nimmst (hebt den Blutzuckerspiegel), die Zeit am Nachmittag zum Lesen und

ausruhen nutzt, oder am Abend früh schlafen gehst. Ganz egal, die Chillung muss

passen!

Durch das langsame Wachwerden, Essen und Aufstehen werden Kreislaufprobleme

und damit Schwindel und Übelkeit gemildert oder sogar gänzlich eingedämmt.

 

5.) Bewegung in der Schwangerschaft

Auch wenn es sich in diesem Moment eher unvorstellbar anhört – bleibe auf jeden Fall immer in Bewegung. Dadurch wird Dein Stoffwechsel angekurbelt und so die Hormonumstellung erleichtert. Geeignete Sportarten ohne Risiko für Dich und Dein Baby sind hierfür Schwimmen, Yoga, Wassergymnastik und Walken.

Gerade wenn Du vor der Schwangerschaft noch nicht sportlich aktiv gewesen bist, solltest Du wissen, dass Dein Baby das Sportprogramm natürlich mit absolviert. Daher sollte Dein Puls nicht über 140 Schläge pro Minute steigen. Zur Kontrolle eignet sich hier eine Pulsuhr, die Dich durch Deine ganze Schwangerschaft begleiten wird. Sie ist vor allem für die sportliche Betätigung hilreich, aber sie ist auch sehr nützlich, falls Du durch die Zunahme der Blutmenge im Körper unter Kreislaufproblemen leiden solltest und so kontrollieren kannst, ob Dein Puls gerade ausreichend ist.

Vor dem Start bitte auf jeden Fall Rücksprache mit Deinem Arzt halten um herauszufinden,  welche Sportart für Deine persönliche Schwangerschaft geeignet ist!

Bitte mach Dich aber auf keinen Fall verrückt, falls Du Dich dazu aktuell noch nicht in der Lage siehst. Alternativ können Dir hier für den Anfang auch schon viel frische Luft und leichte Spaziergänge helfen. Wichtig ist, dass Du in kleinen Schritten wenigstens ein bisschen etwas erreichen kannst.

 

6.) An apple a day, keeps the doctor away

Als Zwischenmahlzeiten (siehe Tipp 1) über den Tag haben sich auch dünne

Apfelscheiben bewährt. Sie sind nicht nur reich an Ballaststoffe, sondern versorgen

Deine Gesundheit auch gleichzeitig mit Vitaminen und Mineralstoffen. Dazu haben sie auch einen relativ geringen Kaloriengehalt, was der Zunahme in der Schwangerschaft positiv entgegen wirkt. So musst Du kein schlechtes Gewissen haben, wenn Du doch einmal mehr als gewollt davon zu Dir nimmst. Die Sorte spielt im ersten Moment keine Rolle, Du kannst ausprobieren, ob Dir die süßeren Äpfel mehr liegen wie Jonagold, Rubinette und Royal Gala oder aber die herben bis sauren Varianten wie Boskop und Granny Smith.

Im Idealfall bleibt die Schale am Apfel immer dran, denn so nimmst Du auch gleich noch eine ganze Menge an Vitaminen zu Dir, die direkt unter der Schale sitzen. Bitte achte darauf, dass jedes Obst (gilt auch für Gemüse) im Vorfeld sehr gründlich gewaschen wurde, um Dich und Dein Baby vor Toxoplasmose zu schützen. Toxoplasmose ist eine durch Parasiten verursachte Infektionskrankheit. Die Übertragung erfolgt häufig über rohe oder ungenügend durcherhitzte Fleischwaren, nicht ausreichend gewaschenen Salat, Gemüse, Obst oder aber Katzenkot. Als Folge einer Infektion können beim Kind schwere Komplikationen und Missbildungen verursacht werden.

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