Wochenbett: Gut versorgt mit & ohne Hebamme

[Artikel + Checkliste]

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Autor: Tamara Viktoria, Co-Autoren: Malina B.

CleverMom Schwangerschafts Coaching

Sobald Du den positiven Schwangerschaftstest in den Händen hältst, solltest Du Dich auf die Suche nach einer Wochenbett-Hebamme in Deiner Nähe machen. Spätestens aber, nachdem Du die positive Bestätigung durch Deinen Gynäkologen erhalten hast.

Wie Du die zu Dir passende Hebamme am besten findest und was Du tun kannst, falls Du keine Hebamme mehr bekommen konntest (oder wolltest), erfährst Du in diesem Artikel. 

Aktuell gibt es einen akuten Hebammenmangel in Deutschland, sodass das Angebot sehr begrenzt ist und sich die Suche je nach Wohnort sehr nervenaufreibend gestalten kann. Leider keine Übertreibung, sondern bittere Wahrheit: Frauen, die eine Hebamme suchen, müssen auch schon mal über 80 Telefonate führen und gehen manchmal trotzdem leer aus. Zeitgleich werden auch immer mehr Kreißsäle geschlossen.

Aufgaben einer Wochenbett Hebamme

Jede Geburt wird von einer Hebamme betreut, das ist in Deutschland gesetzlich geregelt, und zwar egal, wo die Geburt stattfindet. Das kann im Krankenhaus, im Geburtshaus oder zu Hause sein. Nach der Geburt kommt eine Hebamme zu Dir nach Hause und unterstützt Dich in den ersten Wochen mit dem Kind. Diese medizinische und beratende Tätigkeit findet bis zur achten Lebenswoche des Kindes regelmäßig statt und kann danach noch bis zur Umstellung der Nahrung des Kindes immer wieder sporadisch in Anspruch genommen werden.

Alle diese Leistungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Die endlose Suche nach einer Hebamme kann mitunter sehr nervenaufreibend sein und Dich unnötig in Stress versetzen, gerade wenn Du auf Deine Anfragen nur Absagen erhältst und sich eine passende Lösung nicht abzeichnen möchte. Genau das, solltest Du aber zum Wohle Deines Babys auf jeden Fall vermeiden.  

Lass Dich deshalb besser von Deinem Partner unterstützen, bitte ihn für Dich einige der Telefonate oder Anfragen per Mail zu übernehmen. Da das ein Thema ist, das nicht nur für Dich und das Baby im Wochenbett von Relevanz ist, sondern auch ihm sehr viel Arbeit und Verantwortung abnehmen wird, da solltet ihr hier zusammen als Team agieren.

 

Wochenbett-Hebamme finden 5 Wege

Diese Möglichkeiten gibt es:

  1. Anruf Gynäkologe: Gynäkologen haben immer wieder Kooperationen mit einer Hebamme, sodass sich beide bereits unter einem Dach befinden und Du nicht lange danach suchen musst.
  2. Suche auf der Website: www.hebammensuche.de: Eine Suchmaschine, die Adressen von Hebammen aus dem gesamten Bundesgebiet beinhaltet und Dir die Kontakte in Deiner Nähe anzeigt.
  3. Beleghebamme in Deiner Entbindungsklinik erfragen: Eine Beleghebamme ist freiberuflich tätig und hat einen Vertrag mit einer Klinik, sich in den Kreißsaal einzumieten und bei Bedarf einen Arzt mit hinzuzuziehen. Diese Hebammen betreuen Dich nicht nur im Wochenbett, sondern begleiten Dich durch die Geburt.
  4. Eine Hebammenpraxis in Deiner Nähe / Geburtshaus ermitteln: Ein Geburtshaus ist eine hebammengeleitete Einrichtung für außerklinische Geburtshilfe, unter Umständen ist es sogar an eine Hebammenpraxis angeschlossen.
  5. Schwangere Freundin / Verwandte: Sprich mit anderen Schwangeren oder Frauen, die ihre Kinder bereits bekommen haben und erkundige Dich, welche Hebammen sie im Wochenbett betreut haben.
  6. Notfall-Lösung: Eine Hebammensprechstunde: Konntest Du trotz aller Bemühungen doch keine Hebamme finden, so gibt es in jeder größeren Stadt die Möglichkeit, eine ambulante Hebammensprechstunde zu nutzen.

 

Die richtige Hebamme finden

Auf das solltest Du nei der Hebammensuche achten:

  1. Urlaubszeit prüfen:  Prüfe bei einem Kennenlerngespräch als erstes, ob Deine Wochenbett-Hebamme auch zum Zeitpunkt der Geburt verfügbar ist. Nicht, dass sie sich gerade dort im Urlaub befindet.
  2. Die Sympathie sollte stimmen:  Fühlst Du Dich wohl in ihrer Gegenwart, seid ihr auf einer Wellenlänge? Teilt ihr zumindest im Groben dieselbe Philosophie bzgl. des Umgangs mit einem Kind (bspw. Du möchtest nicht stillen, früh wieder arbeiten gehen, etc.)? Nutze dafür ein erstes Kennenlerngespräch. Wenn die Chemie mit Deiner Hebamme nicht passt, dann wechsle sie auf jeden Fall. Du musst Dich damit wohlfühlen
  3. Kurze Wege:  Die Hebamme sollte in Deiner Nähe sein, da sie während der ersten Tage mit dem Baby zu Hause dann täglich bei Euch vorbeikommt und so auch schneller vor Ort sein kann.
  4. Wo soll die Geburt stattfinden:  Noch schwerer als für die Betreuung im Wochenbett ist das Finden einer Hebamme für eine geplante Hausgeburt. Nur sehr wenige freiberufliche Hebammen bieten heute diesen Service noch an, daher sind sie aufgrund des knappen Angebots relativ stark ausgebucht.
  5. Welche Angebote macht sie:  Wie kann sie Dich auch während der Schwangerschaft zusätzlich unterstützen bspw. Akupunktur zur Linderung von Beschwerden, Aromatherapie, Stillkurs Nach der Geburt im Wochenbett, bei der Säuglingspflege, Stillproblemen, Rückbildung

Mein Tipp zur Wochenbettbetreuung

Die Betreuung im Wochenbett ist sehr persönlich, da Dich die Hebamme zu Hause besucht, Deinem Rückzugsort und sie Dich gleichzeitig so verletzlich wie nie sieht. Unter diesem Aspekt müssen die Punkte zur Wahl der Hebamme gut passen und Du solltest Dich in ihrer Gegenwart wohl fühlen.

Lass Dich auf keinen Fall direkt entmutigen, wenn die ersten Anrufe nicht erfolgreich gewesen sein sollten, es lohnt sich auch noch nach dem 30. Anruf nicht aufzugeben. Ich selbst habe sage und schreibe 93 Anrufe benötigt.

Sprich mit so vielen Leuten wie möglich darüber, dass Du eine Hebamme suchst, denn manchmal kennt dann doch jemand jemanden, der wieder jemanden kennt….

Vielleicht tritt dann auch plötzlich eine Hebamme in Dein Blickfeld, die sich gerade erst selbstständig gemacht hat, bereits in Rente ist und dann doch nochmal Frauen annimmt (so war es bei mir).

 

Wochenbett ohne Hebamme

Für den Fall, dass Du keine Hebamme für die Wochenbett-Betreuung gefunden hast oder keine Wochenbett-Hebamme wahrnehmen möchtest, solltest Du einige Dinge beachten. Das ist auf jeden Fall schaffbar, insbesondere, wenn Dein Partner Dir hilft.

  • Sprich dazu auch mit Deinem Gynäkologen, sodass er Dir bei medizinischen Unsicherheiten bzgl. der Gebärmutterrückbildung, dem Wochenfluss oder auch bei Fragen zum Heilungsverlauf nach Geburtsverletzungen behilflich sein kann
  • Informiere Dich über die Möglichkeiten einer ambulanten Hebammenbetreuung in Deiner Nähe
  • Bei Stillproblemen kannst Du mit einer Stillberaterin in Kontakt treten. Viele Probleme können häufig bereits per Telefon gelöst werden!
  • Dein Kinderarzt unterstützt Dich bei allen Fragen rund um Dein Baby. Sei es bei der Abheilung des Nabels, der Gewichtszunahme oder sonstigen Themen, die Dir auffallen oder bei denen Du Dir nicht sicher bist. Du kannst zur Kontrolle in den ersten Lebenstagen nach der Geburt auch eine Waage aus der Apotheke ausleihen, sodass Du sicher sein kannst, dass Dein Baby ausreichend an Gewicht zulegt. Hier kann Dein Partner gut unterstützen.
  • Ohne Hebamme empfiehlt sich der Besuch eines Säuglingspflegekurses. So kannst Du Dich bereits im Vorfeld an einigen Dingen üben und weißt, was zu tun ist und wie Du bei Problemen richtig handeln kannst.
  • Eine ambulante Geburt ist ohne eine betreuende Hebamme vor Ort nicht zulässig, was bedeutet, dass Du auf jeden Fall die ersten Tage nach der Geburt in der Klinik verbringen wirst. Nach der Dauer von 3-5 Tagen, je nach Entbindung und Zustand von Dir und Deinem Baby, kannst Du den Rest des Wochenbettes dann nach Deinen Wünschen gestalten.

 

Wochenbett früh vorbereiten - der beste Weg!

Alles im Leben erfordert ein bisschen Übung, weshalb die Vorbereitung auf Geburt und Wochenbett auch nicht mit dem Lesen von ein paar Seiten im Buch oder dem schnellen herbeirufen der Hebamme erfolgreich werden wird.

Für ein selbstsicheres Abrufen Deiner individuellen Antworten auf Fragen der Geburt oder des Wochenbetts ist es notwendig, dass diese zuvor in "Fleisch und Blut übergegangen ist". Ganz nebenbei (das wird gerne vergessen) startet ihr im Wochenbett auch als Eltern und echte Familie. Auch hier werden sehr viele neue Fragen aufkommen.

Ich empfehle daher unbedingt: eine intensive Begleitung für Schwangerschaft und Wochenbett wahrzunehmen, wie es im Hebammen Umfeld nicht angeboten wird und wie es ein normaler Kurs nicht bieten kann.

Mein Tipp:

Ein häufiger Fehler in der Schwangerschaft ist, dass für die Vorbereitung des Paars auf die Geburt und die Herausforderung als Eltern kein Geld und keine Zeit investiert wird. Und das obwohl sich nie wieder im leben so vieles gleichzeitig ändern wird.

Diese Investition in eine gute Begleitung kann lebensverändernd sein, weil plötzlich Wege und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, die man vorher nicht einmal für möglich gehalten hätte. Ebenso muss man nicht dieselben Fehler machen, die schon hunderte Eltern vor einem gemacht haben: für das Familienglück unbezahlbar.

Genau das bietet nur mein CleverMom Onlinekurs Premium und insbesondere das Schwangerschafts Coaching. Wenn Du Interesse hast mehr darüber zu erfahren, dann melde Dich jederzeit sehr gerne für das kostenlose Beratungsgespräch bei mir. Ich nehme mir gerne Zeit für Deine individuellen Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Viele meiner Teilnehmerinnen haben sich das persönliche Coaching übrigens schenken lassen: Damit ist auch die Frage nach einem sinnvollen Geschenk beantwortet 🙂

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"Das 1:1 Coaching war einfach Klasse. Du hast dir viel Zeit genommen für meine Fragen und Anliegen, mir tolle Tipps gegeben und ich mag deine herzliche Art sehr. Man spürt sofort, dass du mit Leidenschaft dabei bist und fühlt sich gut aufgehoben. Ich gehe jetzt mit einem viel positiveren Gefühl Richtung Geburt und Wochenbett-Zeit und freue mich einfach auf alles, was kommt!"“.

(Kundenstimmen zu CleverMom)

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