(Artikel + VIDEO) In vielen Ländern dieser Erde gehören sie schon zum Landschaftsbild dazu: Babys und Kinder, die von ihren Müttern in Tragetüchern auf dem Rücken auf der Hüfte oder vor der Brust getragen werden. Inzwischen sind sie auch in Deutschland immer häufiger zu sehen. Dabei bleibt das Tragen des Babys aber nicht mehr nur Aufgabe der Mütter, auch Väter haben die Vorteile einer Babytrage für sich entdeckt – und dabei geht es bei weitem nicht nur um den praktischen Vorteil! In diesem Artikel mit Experteninterview erfährt Du alles, was Du wissen musst.

WARUM ist eine Babytrage sinnvoll?

Menschen sind von ihrem Ursprung heraus Traglinge, da sie nach der Geburt hilflos und auf die Unterstützung des Umfelds angewiesen sind. Die Erfindung des Kinderwagens kam erst viele Jahrtausende später und wurde in seinen Anfängen auch als Zeichen von Wohlstand angesehen. Damals wurden die Babys in diesem Kreisen von Ammen betreut und hatten nicht die Nähe zu den Eltern, wie das heute in der Regel der Fall ist.

Jedes Baby muss in irgendeiner Form getragen werden. Babys suchen den Kontakt, die Nähe, wollen den Geruch der Mutter in der Nase haben – und natürlich auch den des Vaters. Das gibt ihnen Sicherheit und Geborgenheit und stärkt die Bindung ungemein. Doch das häufige Tragen wird schnell zu einer einseitigen Körperbelastung und führt zu Verspannungen und Rückenschmerzen.

Mit Hilfe einer Trage kann das Baby nahe am Körper sein, entlastet aber den Körper durch die aufrechte Körperhaltung. Viele Frauen schätzen auch die dadurch freien Hände und nutzen sie häufig entweder unterwegs beim Einkaufen oder aber auch um etwas im Haushalt zu machen.

Väter fühlen sich häufig in der ersten Zeit mit Baby überflüssig, da das Verlangen nach Mama einfach zu groß ist. Das Tragen nah am Körper findet häufig eine größere Akzeptanz, daher können Väter so eine innige körperliche Nähe herstellen und die Bindung zum Nachwuchs stärken.

Alle wichtigen Tipps erfährst Du im Video unten.

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WELCHE Arten von Babytragen gibt es?

Das Angebot ist inzwischen riesengroß. Vom Tragetuch, über die Half-Buckle-Trage bis hin zur Tragehilfe und Babytrage ist alles zu finden. Je nach Art können sie vor der Brust, auf der Hüfte oder dem Rücken getragen werden. Für das Tragetuch benötigt man ein bisschen Übung, bis man es selbst binden kann, doch der Vorteil ist, dass es so auch jedem ohne Probleme passt. Mama, Papa, Oma, Opa,… Alle anderen Tragen können individuell auf den tragenden eingestellt werden, sind jedoch u.U. auch vom Alter des Babys abhängig, da nicht jede Trage gleich gut für den Start geeignet ist. Wichtig ist, dass man sich gut mit dem jeweiligen System im Vorfeld vertraut macht und sich wohl fühlt.

Babytrage – auf was musst Du achten?

Ein Baby ist nach der Geburt körperlich noch lange nicht ausgereift, daher sollte man bei der Wahl der richtigen Trage ein paar wichtige Punkte berücksichtigen, sodass das Baby auch richtig positioniert ist.

Erst wenn das Baby selbstständig sitzen kann, ist die Wirbelsäule ausgereift und besitzt die volle Stabilität. Bis dahin muss der Rundrücken auch beim Tragen möglich sein, was nur in der Position Face-to-face gewährleistet ist. Für die unausgereifte Hüfte ist die sogenannte Anhock-Spreiz-Haltung oder auch M-Position unerlässlich. Dazu sollte der Steg stufenlos verstellbar sein.

WANN solltest Du Dich mit der Babytrage beschäftigen?

Ist das Baby erst einmal auf der Welt, dann prasseln plötzlich so viele neue Dinge auf die frischgebackenen Eltern ein, sodass man in diesem Moment eher keine Zeit für Experimente hat. Aus diesem Grund lohnt es sich, frühzeitig in diese Thematik einzusteigen. Wenn der Bauch während der Schwangerschaft noch nicht allzu groß ist, kann die eine oder andere Trage auch ohne Probleme ausprobiert werden. Schön ist auch, wenn bei der Wahl von Tragetuch oder Trage der Papa eingebunden ist, sodass auch er gleich ein bisschen den Umgang und richtigen Sitz üben kann.

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Experten-Interview mit Anna Hoffmann (Fa. Didymos)

Um aus erster Hand alles zum Thema richtigen Tragen vom ersten Tag an zu erfahren, habe ich mich mit Anna Hoffmann von Didymos getroffen. Sie ist eine Top-Expertin, wenn es um die Wahl der richtigen Trage für Eltern und Baby sowie die optimale Einstellung geht.

Ich habe ihr die 5 wichtigsten Fragen gestellt, die alle Eltern beschäftigen:

Tamara (CleverMom): Heute dreht sich alles um das richtige Tragen vom ersten Tag an und dazu habe ich eine absolute Topexpertin auf diesem Gebiet eingeladen: Frau Anna Hoffmann von Didymos. Hallo Frau Hoffmann.

Anna Hoffmann: Hallo. Vielen Dank für die Lorbeeren. Da freue ich mich sehr darüber. Ich freue mich, dass ich da sein darf.

Tamara (CleverMom): Vielen Dank, dass Sie sich heute die Zeit nehmen, und meine erste Frage ist natürlich: Warum ist es so wichtig, ein Baby zu tragen?

Anna Hoffmann: Na ja, es ist eigentlich ganz einfach. Babys wollen getragen werden und ich kenne keine Eltern auf der ganzen Welt, die ein Baby nicht auf dem Arm tragen oder sonst irgendwie in Tragehilfen oder so. Das mag ein frommer Wunsch sein, dass man Babys irgendwo hinlegt und die bleiben da liegen bis sie groß sind und laufen, aber das ist nicht so und da ist es natürlich wundervoll, wenn man sich ein Tragetuch oder eine Tragehilfe umbindet und dann immerhin die Hände frei hat und noch so ein bisschen was nebenher machen kann, wie Haushalt oder Geschwisterkinder. Das sind kleine Banalitäten, aber man staunt, wofür man Hände überall braucht.

Tamara (CleverMom): Das ist richtig. Gerade als Neumama kann man natürlich an allen Ecken und Enden Hände und Arme gebrauchen. 

Anna Hoffmann: Ja, wohl wahr. Aber Hilfe schadet natürlich trotzdem nicht. Wenn man jemanden hat, der einem hilft, ist das immer noch super.

Ab wann darf man das Baby tragen?

Tamara (CleverMom): Eine häufige Frage ist auch: Ab wann kann ich denn das Baby tragen? Also wann wäre der richtige Zeitpunkt? Kommt das auf das Geburtsgewicht an oder gibt es da ein konkretes Alter? Was wäre denn Ihre Empfehlung.

Anna Hoffmann: Nein, man kann ein Baby wirklich ab dem Moment tragen, an dem man es auf dem Arm trägt und das ist in der Regel ab Geburt. Ausnahmen, klar, aber wir gehen jetzt alle von einer wundervollen Geburt und einem wundervollen Start aus. Und dann kann man das sofort machen. Es gibt auch Frühchenklinik tatsächlich, die schon ab 1500 g Kinder in Tragen tragen, in dem Fall in einem Tuch auch, und das kann man sofort machen.

Wir Menschen sind Traglinge und wir haben da auch ganz viele Zeichen dafür, dass wir getragen gehören und das wir am Körper der Mama oder des Papas oder der Freundin, Oma, Tante, wer auch immer, gehören. Das ist zum einen der Greifreflex. Babys können ganz fest zugreifen und nicht mehr loslassen. Das zeigt, dass wir eigentlich von einer Art abstammen, wo wir uns noch am Fell festgehalten haben. Viele Mamas kennen den Moro-Reflex, das haben alle Traglinge, das heißt “Hilfe ich fall weg vom Fell”.

Also das ist eine Bewegung, die machen alle Traglinge oder die Hüftstellung, die noch nicht so ist, wie bei uns großen Leuten. Die dann einfach, die Babys ziehen die Beinchen so an. Das sind alles Zeichen, dass wir zum getragen werden geboren sind. Unter anderem auch, das wissen ganz viele nicht, haben neugeborene Babys noch keine Doppel-S-Form in der Wirbelsäule. Auch das zeigt, dass wir an einen Körper gehören und da eben rundum gut gestützt und das sollte dann die Tragehilfe ausmachen. Dass das gestützt ist wie eine riesengroße Hand.

Welche Arten von Tragetüchern gibt es?

Tamara (CleverMom): Was können Sie Eltern empfehlen, die so ein bisschen Respekt vor diesem großen Tragetuch haben? Also, gibts da Alternativen  kann das Tragetuch letztlich jeder lernen?

Anna Hoffmann: Das kann letztlich… (Fortsetzung im Video!)

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