Schwangerschaftshormone Ratgeber: Symptome & Emotionen

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Autoren: Tamara Viktoria, Dennis Berger

CleverMom Schöne & angstfreie Geburt: Kurse, Beratung, Coaching

Hormone wie Progesteron, hCG und Östrogen spielen in einer Schwangerschaft durchgängig eine sehr wichtige Rolle. Von der Einnistung, über den Erhalt der Schwangerschaft bis hin zum Start der Geburt und der Bereitstellung der Milch für das Baby.

Schwangerschaftshormon Progesteron

Das bekannteste der Gestogenen ist das Progesteron.

Neben den positiven Eigenschaften in der Schwangerschaft bringen sie mitunter ein paar Beschwerden mit. Im Folgenden findest Du eine Auswahl der wichtigsten Hormone und ihre Auswirkungen auf Deinen Körper.

  • Weibliches Geschlechtshormon
  • Sorgt für die Einnistung der Eizelle
  • Erhält die Schwangerschaft
  • Fördert die Durchblutung, dadurch kommt zusätzlich mehr Blut in Deine Gebärmutter und weniger in den Rest des Körpers

 

Nebenwirkungen / Symptome: Niedriger Blutdruck, Schwindel, Verstopfung

 

Schwangerschaftshormon hCG

  • verhindert das Einsetzen der Regelblutung
  • erhält die Gebärmutterschleimhaut aufrecht
  • unterstützt somit die Einnistung der Eizelle
  • steigt in den ersten Wochen stark an und verdoppelt sich alle zwei Tage

 

Nebenwirkungen / Symptome: hCG ist der Auslöser der Schwangerschaftsübelkeit. In diesem Artikel erfährst Du, wie man die Übelkeit mit 12 Tipps erfolgreich in den Griff bekommt.

Schwangerschaftshormone: Oxytozin (Kuschelhormon)

  • Es hat viele Funktionen während der Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit
  • Regt die Gebärmutter an sich zusammenzuziehen, um Wehen zu produzieren.
  • Nach der Geburt sorgt es für das Zusammenziehen (Verkleinern) der Gebärmutter und dem gleichzeitigen Verschließen der verletzten Blutgefäße.
  • Verantwortlich für den Milchspendereflex, weshalb das Stillen unter Stress sehr schwer ist, ebenso das Abpumpen der Milch
  • es sorgt bei Körper- und Augenkontakt für die Bindung zwischen Mutter und Kind

 

Stresshormone in der Schwangerschaft: Adrenalin und Cortisol

  • sorgen schon seit der Steinzeit für Fluchtbereitschaft im Gefahrenfall
  • kurzfristige Energiebereitstellung
  • werden bei anhaltendem Stress in der Schwangerschaft ausgeschüttet und erreichen über den verbundenen Blutkreislauf das Ungeborene.
  • führen zu einem entsprechenden Anstieg im kindlichen Blut, was sich negativ auf das Wohlbefinden und das Immunsystem des Babys auswirkt
  • führt häufiger zu Frühgeburten.

 

Wichtig zu wissen: bei einer Ausschüttung von Adrenalin wird die Produktion von Oxytozin verhindert, sodass dadurch die Wehen wieder verschwinden können. Das bedeutet für die Geburt: Du solltest Dich wohl und sicher fühlen, um Dich öffnen und gebären zu können.

 

Schwangerschaftshormon Prostaglandin

  • Sorgt für die Lockerung des Muttermunds vor der Geburt, dadurch ist dieser weicher und öffnet sich. Im Zusammenspeil mit Oxytozin sorgt es für den Start der Wehen.

 

Schwangerschaftshormon Östrogen

  • gilt auch als das weibliche Geschlechtshormon
  • sorgt für das Pausieren der Eierstöcke während der Schwangerschaft
  • unterstützt das Wachstum der Gebärmutter und Blutgefäße der Plazenta

 

Nebenwirkungen / Symptome: Macht den Körper "weicher", sorgt für Schwangerschaftsstreifen, macht die Haut empfindlicher für Sonnenlicht

 

Schwangerschaftshormon Relaxin

  • Sorgt für eine Lockerung der Bänder und des Muttermunds in Verbindung mit Progesteron

 

Nebenwirkungen / Symptome: Schmerzen im Becken, Inkontinenz     

 

Schwangerschaftshormon Prolaktin

  • regelt die Versorgung der Plazenta
  • stimuliert die Brust
  • zum Bilden der Milchgänge und -drüsen
  • zur Bildung des Kolostrums
  • nach der Geburt sorgt es für die Milchbildung
  • sorgt für eine ausreichende Bereitstellung der Milch für das Baby

Ganz nebenbei: Hier meine 2 wichtigsten Tipps für eine gesunde und schmerzarme Geburt, ganz ohne Ängste:

Weinen wegen der Schwangerschafts Hormone

Wenn Dich plötzlich Kleinigkeiten aus der Bahn werfen können und Du bei Dingen heulst, die der Rede nicht wert sind, dann kannst Du Dir sicher sein, dass die Hormone das Steuerrad übernommen haben.

Das kann von Streitigkeiten mit Deinem Partner über unbedeutende Dinge sein, bis hin zu richtigen Tränenausbrüchen, wenn irgendetwas nicht so ist, wie Du es in diesem Moment gerne haben möchtest.

Dein Partner kann damit im ersten Moment überfordert sein, weil er Dich so nicht kennt und sich vermutlich erst einmal keiner Schuld bewusst ist.

 

Emotionen verursacht durch die Hormonumstellung in der Schwangerschaft

  • Stimmungsschwankungen: Nimm es mit Humor und informiere Dein Umfeld über mögliche emotionale Ausbrüche, die ganz sicher nicht persönlich gemeint sind.
  • Heulanfälle: Setze Dich deswegen nicht noch zusätzlich unter Druck. Sprich mit Deinem Partner darüber und schaffe Verständnis für Deinen Zustand.

Männer kommen bei den Veränderungen der Frau häufig nicht mit, was mitunter zu Zankereien und verletzen Gefühlen führen kann. Die Frau ist bereits durch die Hormone voll mit ihrer neuen Rolle konfrontiert, ist sensibler und hat vielleicht plötzlich ganz andere Empfindungen und Bedürfnisse.

Um dem entgegenzuwirken, ist es ganz entscheidend, Deinen Partner in Deine Gefühls- und Gedankenwelt mitzunehmen und ihm die Möglichkeit zu geben, überhaupt das Richtige machen zu können.

Männer empfinden die Zeit der Schwangerschaft häufig als sehr anstrengend, da sie mit den heftigen emotionalen Ausbrüchen ihrer Partnerin schlichtweg überfordert sein können.

Dazu neigen wir Frauen unbewusst dazu, sämtliche Rollen von ihm gleichzeitig einfordern zu wollen (Partner, bester Freund, Vater des ungeborenen Kindes etc.) was er verständlicherweise gar nicht erfüllen kann.

Durch den Mangel an Empathie fühlen sich Schwangere dann häufig allein gelassen, missverstanden und dazu ungerecht behandelt. So kommt es nicht selten zu einem erhöhten Konfliktpotential in dieser Zeit.

 

Tipp zu Hormonumstellung in der Schwangerschaft

Sprich mit Deinem Partner über diese Veränderung bei Dir, sodass er Dein Verhalten nicht persönlich nimmt.

Je früher Du ihn darüber in Kenntnis setzt, desto besser und verständnisvoller kann er darauf reagieren. Lass ihm dabei unbedingt Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen, Dir fällt das in den meisten Fällen sehr viel leichter, da Du mit dem Baby im Bauch im Grunde genommen schon in der Mutterrolle bist.

Fragen zum Thema Emotionen und Hormone für Dich und Deinen Partner:

  1. Was beschäftigt mich gerade?
  2. Was ist der Auslöser für meine aktuelle Gefühlslage?
  3. Wie kann ich dem entgegenwirken? Was würde mein Gefühl verbessern?
  4. Wie kann ich meinen Partner mit einbeziehen, wie kann er mich dabei unterstützen?

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