Mutterpass - Inhalte & Erklärungen

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Autoren: Tamara Viktoria, Dennis Berger

CleverMom Schöne & angstfreie Geburt: Kurse, Beratung, Coaching

Nachdem Deine Schwangerschaft offiziell bestätigt wurde, bekommst Du im Anschluss Deinen Mutterpass ausgehändigt. Der Pass enthält alle wichtigen Daten und Befunde über Dich und das Baby die im Verlauf der Schwangerschaft gesammelt werden.

Mutterpass Bedeutung

Du solltest den Pass bis zur Geburt wirklich immer bei Dir tragen. In einem Notfall stehen dort sämtliche relevanten Daten zur Dir, Deiner Schwangerschaft, Deiner gesundheitlichen Vorgeschichte und Deinem Baby. Nur so kann Dir und Deinem Baby in einem Notfall schnell geholfen werden kann.

Informiere darüber hinaus Deinen Partner, wo Du den Pass bei Euch Zuhause aufbewahrst. So kann er bei Bedarf jederzeit darauf zugreifen, solltest Du nicht die Möglichkeit dazu haben.

 

Digitaler Mutterpass

Ab dem Frühjahr 2022 wird der Mutterpass digital angeboten. Dazu musst Du Dich dann entscheiden, ob Du den Pass weiterhin als blaues Heftchen ausgehändigt haben möchtest oder in digitaler Form.

Die digitale Ausführung gleicht in ihrem Aussehen der gedruckten Version und ist angegliedert an die elektronische Patientenakte.

Stand 2022 haben Hebammen aktuell noch keinen Zugriff auf die digitale Ausführung, eine Umsetzung in der Zukunft ist aber geplant.

Ganz nebenbei: Hier meine 2 wichtigsten Tipps für eine gesunde und schmerzarme Geburt, ganz ohne Ängste:

Inhalte im Mutterpass erklärt

Laboruntersuchungen

  •  Blutgruppe + Rhesusfaktor (Rh)
  • Antikörpersuchtest: Prüfung auf Antikörper der Mutter gegen bestimmte Blutgruppenmerkmale des Kindes
  • Röteln-HAH-Test: Prüfung des Impfstatus und Test auf Antikörper dagegen im mütterlichen Blut
  • LSR (Lues-Such-Reaktion): Test auf Syphilis-Erreger, jedoch ohne Eintragung des Ergebnisses im Pass
  • HIV-Test: Mit Einverständnis der Schwangeren wird ein Test dazu durchgeführt, das Ergebnis jedoch nicht im Pass vermerkt
  • Chlamydia trachomatis: Test auf Chlamydien über den Urin. Wichtig vor der Geburt zu wissen, sodass mit einem Antibiotikum die Übertragung auf das Baby verhindert werden kann.
  • Hbs-Antigen-Test: Test auf Hepatitis B

 

Anamnese im Mutterpass

  •  Vorerkrankungen: Familiäre Vorbelastung, Allergien, schwere Krankheiten
  • Vorangegangene Schwangerschaften: Ausgang der Schwangerschaften und Geburt

 

Gravidogramm

Hier werden die Befunde aus sämtlichen Vorsorgeuntersuchungen im Rahmen der Mutterschafts-richtlinien eingetragen.

  • Datum, SSW
  • Fundusstand der Gebärmutter
  • Kindslage im Mutterleib
  • Herztöne, Kindsbewegungen
  • Ödeme, Varikosis (Krampfadern)
  • Gewicht der Mutter
  • Blutdruck (syst./ diast.)
  • Hb-Wert (Eisengehalt im Blut)
  • Sediment (aus Urin)
  • Vaginale Untersuchung

 

Ultraschalluntersuchungen

  • Im Rahmen der Mutterschaftsrichtlinien
    • Screening 8 + 0 bis 11 + 6 SSW
    • Screening 18 + 0 bis 21 + 6 SSW
    • Screening 28 + 0 bis 31 + 0 SSW
  • Erweiterter Ultraschall (Pränataldiagnostik)
    • Nackentransparenzmessung (11 + 0 bis 13 + 6)
    • Erweiterter Organultraschall (20. bis 22. SSW)

  

Erklärungen zum Mutterpass

  •  Fruchtsack (FS): Anzeichen, ob sich die Eizelle richtig eingenistet hat
  • Scheitel-Steiß-Länge (SSL): Ein Messwert, der die Länge des Fötus vom Kopf bis zum Steiß angibt, dadurch kann geprüft werden, ob eine altersgerechte Entwicklung vorliegt
  • Biparetaler Durchmesser (BPD): Durchmesser des kindlichen Kopfes. Der Wert zeigt bei Abweichungen nach oben oder unten, inwiefern eine Fehlbildung vorliegen kann (Wasserkopf, extrem kleiner Kopf)
  • Kopfumfang (FOD/KU): Dient der Prüfung auf altersgerechte Entwicklung und Feststellung von Fehlbildungen
  • Abdomen-Transversal-Durchmesser (ATD): Durchmesser des Bauches unterhalb des Herzens, Feststellung von Fehlbildungen, Krankheiten und Prüfung einer altersgerechten Entwicklung
  • Anterior-Posterior-Durchmesser (APD/AU): Durchmesser des kindlichen Bauches, von vorne nach hinten gemessen, dient dem Ausschluss von Krankheiten und Fehlbildungen
  • Femurlänge (FL): Länge des Oberschenkelknochens, dient zur Prüfung der altersgerechten Entwicklung, dem Ausschluss von Krankheiten und Fehlbildungen und kann ein Anzeichen für eine Chromosomenstörung sein

 

Das Cardiotokogramm (CTG)

Das CTG zeichnet die Herzaktivitäten des Babys und Wehentätigkeiten der Gebärmutter auf.

Bei vorzeitigen Wehen beginnt diese Untersuchung früher, bei komplikationslosen Schwangerschaften ab ca. der 34. SSW.

 

Abschlussuntersuchungen im Mutterpass

  • Schwangerschaft: Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen, Anzahl der Geburten, Klinikaufenthalte, Erst-Untersuchung Schwangerschaft
  • Geburt: Art der Entbindung, Kindslage, Größe, Gewicht und Kopfumfang Baby, Ergebnisse APGAR-Test, pH-Wert Nabel, Besonderheiten
  • Wochenbett: Hb-Wert, Blutdruck und gynäkologischer Befund
  • Untersuchung nach Entbindung (6-8 Wochen): Gynäkologische Abschlussuntersuchung, Blutdruck und Urin

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